Das Konzept

Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen rund um das Konzept und das Programm des Studiengangs. Überzeugen Sie sich selbst von den Inhalten und dem Aufbau des MBA-Insurance.

Konzept

Der MBA-Insurance bietet eine branchenspezifische akademische Weiterbildung mit staatlich und international anerkanntem Titel. Die Ausbildung ist im Vergleich zu alternativen Qualifizierungsmöglichkeiten auf ähnlich hohem Niveau – wie bspw. eine Promotion – inhaltlich und methodisch praxisorientierter, bezüglich des Zeitrahmens straffer und somit für die Teilnehmer und ihre Arbeitgeber planbarer gestaltet.

Durch das breit angelegte Studienprogramm erwerben die Teilnehmer fundierte Kenntnisse aus allen relevanten Aufgabenbereichen eines Versicherungsunternehmens und erweitern dadurch ihr Gesamtverständnis für dessen Funktionsweise und Herausforderungen. In Fallstudien, Teamarbeiten und Simulationen steigern die Teilnehmer ihre Problemlösungs- und Methodenkompetenz bei funktional übergreifenden Tätigkeiten.

Die Teilnehmer erhalten die Gelegenheit, über den „Tellerrand“ der alltäglichen operativen Arbeit hinaus zu blicken. Es wird Wert daraufgelegt, dass die Teilnehmer durch die breite Vermittlung von Wissen in der Lage sind, Zusammenhänge zwischen den einzelnen Funktionsbereichen zu verinnerlichen und damit auf strategischer Ebene einzuordnen, um eine umfassende und funktionsübergreifende Sprech- und Handlungsfähigkeit zu erlangen. Der Austausch von Erfahrungen und die Bearbeitung eigener Projekte geben Impulse für die Tätigkeit im Unternehmen und fördern die Managementtechniken unter Berücksichtigung einer ganzheitlichen Perspektive für das Versicherungsunternehmen.

Durch die Erweiterung der Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz und damit insgesamt der Managementkompetenz, kann der MBA insbesondere zur Vorbereitung auf eine neue, verantwortungsvollere Position dienen.

Inhaltlich stellt der MBA-Insurance primär auf die Verhältnisse in der deutschen und deutschsprachigen Versicherungswirtschaft und damit auf die hier vorherrschenden Branchenfragen ab; die internationale Einbettung – z.B. im Industrie- und Rückversicherungsgeschäft und bei zentralen betriebswirtschaftlichen Funktionen, wie dem Risk Management und der Rechnungslegung – wird dabei selbstverständlich berücksichtigt. Ein Teilmodul widmet sich darüber hinaus explizit den internationalen und interkulturellen Besonderheiten ausgewählter Versicherungsmärkte.

Die Studiengangsleitung ist in kontinuierlichem Austausch mit Fach- und Personalabteilungen zahlreicher Unternehmen. Dadurch wird die praxisgerechte Ausrichtung des Studienprogramms an die Anforderungen der Assekuranz und der Finanzdienstleistungsbranche auch in Zukunft sichergestellt.

Aktuelle Fragestellungen

Neben relevanten Grundlagen werden den Studierenden aktuelle Fragestellungen näher gebracht, um sich zukunftsweisend stetig neuen Herausforderungen stellen zu können. Insbesondere der digitale Wandel hat die Versicherungswirtschaft erreicht und bietet Versicherern neue Möglichkeiten. Beispielsweise können bestehende Prozesse beschleunigt und verbessert werden. Smart Data macht es möglich, neue Ansatzpunkte zu schaffen. Das Versicherungsunternehmen kann sich zudem als Partner in ganzen Lebensbereichen etablieren, so zum Beispiel als rundum-Sicherheitsanbieter in einem Smart Home. Gleichzeitig werden Versicherer durch digitale Konkurrenz, insbesondere durch InsureTechs, herausgefordert und sind gefordert, selbst Innovationen zu schaffen. Dem steht eine zunehmende Verschärfung und Ausweitung an Regulierungen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen entgegen. Zusätzlich ist das noch immer  etablierte Image (zu traditionell und nicht ausreichend kundenfreundlich) zu betrachten.  Sich ergänzend zu den benötigten Grundlagen mit diesen aktuellen Themen auseinanderzusetzen bietet den Studierenden für ihre zukünftige Karriere bedeutende Vorteile.

Studienablauf und Organisation

Der berufsbegleitende postgraduale MBA-Studiengang ist als Teilzeit-Programm konzipiert. Die Studiendauer beträgt 24 Monate. Dabei wechseln sich sechs Präsenzphasen und längere Selbststudienphasen über einen Zeitraum von circa 20 Monaten ab. Für die Masterarbeit ist im Anschluss ein Bearbeitungszeitraum von 18 Wochen vorgesehen. Die Lehrveranstaltungen finden überwiegend in Leipzig statt. Sie werden durch Exkursionen und einen kurzen Studienaufenthalt im europäischen Ausland ergänzt. 

Inhalte

Hauptmodul 1 – Unternehmensführung

  • Grundlagen des strategischen Managements
  • Wettbewerbs- und Unternehmensstrategien
  • Strategieimplementierung
  • Corporate Governance und Unternehmensstrukturierung
  • Rahmenbedingungen der Unternehmensführung: Sozialversicherung, Versicherungsrecht, Finanzmathematik, Volkswirtschaftslehre
  • Workshop: „Präsentationstechnik – erfolgreich präsentieren“

Die Teilnehmer kennen die Akteure des Versicherungsmarkts und können deren Funktionen, Rollen und Zusammenspiel einordnen sowie erklären. Sie kennen die Versicherungszweige, verstehen die Gründe für die Einteilung der versicherten Gefahren in Versicherungszweige und können die grundlegenden finanzmathematischen Kalkulationsprinzipien anwenden. Die Elemente des strategischen Managements sind den Studierenden bekannt, sie sind in der Lage, Unternehmens- und Wettbewerbsstrategien aus wertorientierter Sicht zu analysieren, zu bewerten und zu formulieren. Sie können systematische Beurteilungskriterien für strategische Handlungsoptionen entwickeln und die Ziele und Stellhebel eines systematischen Organisationsmanagements erklären und anwenden. Zudem verstehen sie die wesentlichen Rahmenbedingungen (wie z.B. rechtliche und sozialpolitische), können deren Wirkungszusammenhänge erklären und die Auswirkungen auf das Management des Versicherungsunternehmens herleiten. Darüber hinaus werden systematisch Soft Skills aufgebaut.

Hauptmodul 2 – Controlling & Rechnungswesen

  • Strategisches und operatives Controlling von Versicherungsunternehmen
  • Kosten- und Erlösrechnung in Versicherungsunternehmen
  • Zusammenhang zwischen internationalem Rechnungswesen und Controlling
  • Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Lagebericht, Anhang)
  • Rechnungslegung nach HGB, US-GAAP, IAS/IFRS
  • Unternehmenspolitische Auswirkungen
  • Jahresabschlussanalyse, Bildung von Kennzahlen
  • Mehodenkompetenz (z.B. Entscheidungsmethodik und Kommunikation)

Die Studierenden verfügen, aufbauend auf den allgemeinen Grundlagen der Rechnungslegung, über eine versicherungsspezifische Wissenstiefe und -breite über die Zusammenhänge des betrieblichen Rechnungswesens im Versicherungsunternehmen. Sie sind in der Lage, die externe Rechnungslegung nach nationalen Vorschriften (HGB) sowie nach internationalen Vorschriften (nach IAS/IFRS) anzuwenden und wiederzugeben. Im Rahmen des externen Rechnungswesens können die Studierenden nach dem Abschluss des Moduls die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Bestandteilen des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang) erkennen, erklären und interpretieren. Diese Zusammenhänge können dann angewendet werden, um die Systemunterschiede zwischen a) der allgemeinen und der versicherungsspezifischen Rechnungslegung zu interpretieren und zwischen b) den nationalen sowie internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu analysieren.

Hauptmodul 3 – Marketing Management

  • Besonderheiten des Versicherungsmarketings
  • Methoden der Marktforschung
  • Customer Relationship Management
  • Gestaltungsparameter des Versicherungsproduktes
  • Vertriebsmanagement
  • Steuerung der Marken- und Kommunikationspolitik
  • Workshop: Konfliktmanagement
  • Differenziertes Pricing
  • Einfluss der Digitalisierung auf die Produktentwicklung und Entstehung innovativer Versicherungsprodukte

Die Studierenden können die Elemente des Marketing-Managements und der Marktforschung detailliert darstellen und verstehen deren multilaterales Zusammenspiel. Ansatzpunkte und Konzepte der Produktgestaltung können angewendet werden. Produktmodifikationen und -innovationen werden nach bestimmten Kriterien analysiert und bewertet. Die Studierenden kennen die Vertriebswege der Assekuranz sowie deren Stärken und Schwächen, sie verstehen die vertriebswegindividuellen Herausforderungen und können Lösungsansätze zu deren Handhabung entwickeln. Die Instrumente der Kommunikationspolitik und deren Unterschiede, sind den Studierenden bekannt. Sie können den Prozess der Kommunikationsgestaltung durchführen (einschließlich Budgetplanung) und Erfolgskontrollen anwenden. Die Studierenden können die theoretischen Grundlagen der differenzierten Bepreisung von Versicherungsprodukten anwenden. Ausgewählte Marktforschungskonzepte und -methoden können wiedergegeben, Kriterien zur Auswahl der geeigneten Marktforschungsmethoden angewendet und erhobene Marktforschungsdaten systematisch auswertet werden. Das Modul dient zudem der Förderung der Sozialkompetenz.

Hauptmodul 4 – Finance & Risk Management

  • Methoden des wertorientierten Risikomanagements
  • Rechtsrahmen: VAG, VVG, Solvency II
  • Versicherungstechnisches Risikomanagement
  • Rückversicherung, Alternative Risk Transfer
  • Underwriting
  • Asset Allocation und Portfolio Management
  • Asset Liability Management
  • Integrationsblock: Risiko- & Wertmanagement

Die Teilnehmer wissen um die Notwendigkeit eines wertorientierten Risikomanagements für die Versicherungswirtschaft und sind in der Lage, die relevanten Methoden zur Risikoerfassung, -bewertung und -bewältigung in der Kapitalanlage sowie in der Versicherungstechnik wiederzugeben, sie können diese anwenden sowie deren jeweilige Stärken und Schwächen beurteilen. Zudem verfügen sie über umfangreiche Kenntnisse zu den nationalen und internationalen aufsichtsrechtlichen Vorgaben an das Risikomanagement und sind fähig, diese im beruflichen Alltag zu berücksichtigen und umzusetzen. Die Studierenden kennen die Grundlagen der wertorientierten Steuerung im Schaden-, Unfall- und Lebensversicherungsunternehmen, können die wertorientierten Steuerungsansätze (EVA, DCF, MCEV, RORAC) beurteilen und verstehen das Zusammenspiel zwischen Risikomanagement, Kapitalanlagemanagement und Unternehmenswertsteigerung. Auf dieser Basis können sie Steuerungsentscheidungen treffen.

Hauptmodul 5 – Organisation & Human Resource Management (HRM)

  • Philosophie des Dienstleistungsmanagement
  • Organisationsgestaltung
  • Schadenmanagement als ganzheitlicher Managementansatz und simultanes Marketing- und Kostensenkungsinstrument
  • Qualifikation des Innen- und Außendienstes
  • Personalentwicklung
  • (Digital) Leadership
  • Planspiel Unternehmenssimulation

Die Teilnehmer kennen die zentralen Konzepte des Dienstleistungsmanagements (DLM) und verstehen die Zusammenhänge zwischen Qualität und Kundenzufriedenheit. Sie können eigenständig Unternehmensentscheidungen überprüfen und deren Auswirkungen abbilden, sowie knappe Ressourcen handhaben. Die Teilnehmer kennen die betriebswirtschaftliche Bedeutung des Schaden- und Leistungsmanagements. Prozessoptimierungen im Schadenbereich können von den Teilnehmern eigenständig umgesetzt, Schadenfälle analysiert und Missbrauchsfälle identifiziert und kritisch hinterfragt werden. Durch die Simulation „Management des VU“ erleben die Teilnehmer das Versicherungsunternehmen als ganzheitliches, vernetztes Gebilde, wodurch sie die komplexen Zusammenhänge im Management eines Versicherungsunternehmens verstehen und praktisch anwenden können. Vor- und Nachteile von Führungsrollen und Führungsstilen können von den Studierenden strukturiert veranschaulicht werden. In praktischen Übungen werden die vermittelten Inhalte noch vertieft.

Hauptmodul 6 – Operations- und Informationsmanagement / Internationales sowie interkulturelles Versicherungsmanagement

  • Grundlagen der Informatik sowie Versicherungsinformatik
  • Data Analytics und Künstliche Intelligenz
  • Plattformökonomie, Ökosysteme und Lebenswelten
  • (Agiles) Projekt- und Prozessmanagement
  • Yellow Belt Examen
  • Ethisches Management
  • Internationale und interkulturelle Besonderheiten ausgewählter Versicherungsmärkte

Die Studierenden verfügen über fundiertes Hintergrundwissen zum Informations- und IT-Management im VU. Sie sind in der Lage, Potenziale zu erkennen und Grenzen der (Informations-)Managementsysteme aufzuzeigen. Sie kennen die Ansätze und Grenzen der Übertragbarkeit von Industrialisierungsansätzen auf die Assekuranz, verstehen den Zusammenhang zwischen Wertschöpfung, Sourcing sowie Geschäftsprozessen und können diesen bei der strategischen und strukturellen Gestaltung berücksichtigen. Ethische Grundlagen in der Unternehmensführung und -kommunikation können von den Studierenden erläutert und angewandt werden. Spezielle Anreiz- und Kontrollmechanismen des ethischen Managements können analysiert und umgesetzt werden. Die Studierenden sind in der Lage, zu aktuellen Themen der Versicherungswirtschaft Stellung zu nehmen und diese kritisch zu würdigen. In diesem Zusammenhang erarbeiten sie Konzepte zur Lösung aktueller Fragenstellungen und können diese auswerten sowie beurteilen. Internationale Unterschiede ausgewählter Versicherungsmärkte sind den Studierenden ebenso bekannt wie interkulturelle Besonderheiten auf diesen Märkten. Die Studierenden können nach Abschluss des Moduls Projekte eigenständig planen, steuern und kontrollieren.

Akkreditierung

Als Studiengang der Universität Leipzig ist der MBA-Insurance durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) genehmigt worden.

Der Studiengang ist durch die Foundation for International Business Administration Accreditation (FIBAA) nach Akkreditierungsrat re-akkreditiert.

Im Rahmen des MBA-Insurance werden 90 Credits (Leistungspunkte) nach dem European Credit Transfer System (ECTS) vergeben. Diese sind für die Verleihung des anerkannten Titels „Master of Business Administration“ zu erreichen.

Vernetzung

Internationalität

Die internationale Einbettung des MBA-Insurance erfolgt erstens inhaltlich durch entsprechende Themen in den einzelnen Modulen (z.B. Industrieversicherung, Rückversicherung, Internationale Rechnungslegung, internationales sowie interkulturelles Versicherungsmanagement). Zweitens werden gezielt internationale Gastreferenten eingesetzt, die teils auch in englischer Sprache dozieren. Drittens pflegt das IfVW Kontakte zu einer Vielzahl internationaler Versicherungsunternehmen und Institutionen. Dieses Netzwerk erlaubt es dem Institut, im Rahmen der Durchführung seines MBA-Studiengangs Versicherungsunternehmen, Finanzdienstleister und/oder angrenzende Institutionen (z.B. Regulierungsbehörden, Ratingagenturen) im Ausland zu besuchen sowie eben Gastreferenten aus diesen Häusern nach Leipzig einzuladen. Aus erster Hand erfahren die Studierenden mehr über die internationalen Herausforderungen, und sie lernen auch Geschäftsmodelle, Rahmenbedingungen und Strategien auf verschiedenen Märkten kennen.

MBA-Studierende in Stockholm

Exkursionen

In jeder Durchführungsrunde werden Exkursionen ins europäische Ausland durchgeführt, um die internationale Praxis kennenzulernen. 

Hier sehen Sie eine Übersicht der besuchten Orte und Unternehmen: 

  1. Durchführungrunde: 
    London, England
    Willis, Gerling at Lloyd’s, Lloyd’s, Kiln Life, Brit Insurance
  2. Durchführungrunde: 
    London, England
    WestLB, Aviva Group Centre, FSA
  3. Durchführungrunde: 
    London, England
    Allianz Global Corporate & Specialty, Swiss Re Services Ltd, Lloyds of London
  4. Durchführungrunde: 
    Madrid, Spanien
    HDI SEGUROS, MAPFRE, Munich Re Suc. España y Portugal
  5. Durchführungrunde: 
    Edinburgh, Schottland
    Standard Life, Aon Risk Solution
  6. Durchführungrunde: 
    Stockholm, Schweden
    Länsförsäkringar Sak Försäkringsaktiebolag (publ), If P&C Insurance, Skandia Sweden
  7. Durchführungrunde: 
    London, England
    Lloyds of London, Allianz Global Corporate & Specialty SE, Swiss Re
  8. Durchführungrunde: 
    Madrid, Spanien
    Munich Re, MAPFRE Foundation, HDI Global SE Sucursal en España

Lernmethoden

Abgestimmt auf die Zielgruppe und die fachlichen Anforderungen kommen unterschiedliche Lehrmethoden und -mittel zum Einsatz. Im Mittelpunkt stehen der aktive Einbezug der Studierenden und die Verbindung von Theorie und Praxis: 

  • Moderierte, interaktive Erarbeitung der Modulinhalte in Vorträgen, Präsentationen, Workshops und Diskussionsrunden.
  • Fallstudien zur Veranschaulichung der theoretischen Konzepte und Instrumente sowie zur Steigerung der Problemlösungskompetenz.
  • Management- und Praxissimulationen zur Unterstützung einer vernetzten Denkweise.
  • Gruppen- und Teamarbeiten zur Förderung der Sozialkompetenz und des Erfahrungsaustauschs der Studierenden untereinander.
  • Lernen und Arbeiten mit Informationstools (z.B. in der Kennzahlenanalyse).
  • Soft-Skill-Seminare ermöglichen es, das eigene Verhalten zu reflektieren, neue Verhaltensweisen auszuprobieren und einzuüben. Dies erfolgt mit Hilfe von praxisnahen Übungen, Fallarbeit, Rollenspielen, Präsentationen, Kleingruppenarbeiten und Austausch in Diskussionseinheiten.
  • Gastvorträge von Top-Executive-Referenten aus der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche.
  • Adaptive und kreative Aufgabenstellungen in kleinen, selbstorganisierten Teams unter Einbezug moderner Projekt- und Produktmanagement-Techniken, wie z.B. Scrum, Kanban, Design Thinking oder Lean Management führen zu einem veränderten Mindset, Anpassungsfähigkeit, besserem Kundenverständnis und fördern eine transparente Arbeitsweise.

In Fallstudien, Teamarbeiten und Simulationen steigern die Teilnehmer ihre Problemlösungs- und Methodenkompetenz bei funktional übergreifenden Tätigkeiten. Durch die Erweiterung der Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz kann der MBA insbesondere zur Vorbereitung auf eine neue, verantwortungsvollere Position dienen.

Branchenfokus

Der MBA-Insurance bietet eine spezifische akademische Weiterbildung mit Fokus auf die Branchen der Versicherer als auch Finanzdienstleister mit staatlich und international anerkanntem Titel. Durch das breit angelegte Studienprogramm erwerben die Teilnehmer fundierte Kenntnisse aus allen relevanten Aufgabenbereichen eines Versicherungsunternehmens und erweitern dadurch ihr Gesamtverständnis für dessen Funktionsweise und Herausforderungen. Inhaltlich stellt der MBA-Insurance primär auf die Verhältnisse in der deutschen und deutschsprachigen Versicherungswirtschaft und damit auf die hier vorherrschenden Branchenfragen ab; die internationale Einbettung – z.B. im Industrie- und Rückversicherungsgeschäft und bei zentralen betriebswirtschaftlichen Funktionen, wie dem Risk Management und der Rechnungslegung – wird dabei selbstverständlich berücksichtigt. Ein Teilmodul widmet sich darüber hinaus explizit den internationalen und interkulturellen Besonderheiten ausgewählter Versicherungsmärkte.

Berufsbegleitend

Als berufsbegleitender postgradualer Studiengang ist der MBA-Insurance in Form eines Teilzeit-Programms konzipiert. Über einen Zeitraum von 24 Monaten wechseln sich sechs Präsenzphasen und längere Selbststudienphasen ab. Das intensive Studienprogramm fordert ein hohes Engagement der Teilnehmer. Die Lehrveranstaltungen werden in Leipzig und an ausgewählten deutschen Versicherungsstandorten abgehalten. Begleitend erfolgen Exkursionen und ein kurzer Studienaufenthalt im europäischen Ausland. 

Das Konzept soll eine Verbindung der wissenschaftlichen Theorie mit der alltäglichen Praxis im Versicherungsunternehmen schaffen. Hierfür wird ein ständiger Bezug zu praktischen Berufssituationen hergestellt. Dies erlaubt es den Studierenden, das gelernte Wissen direkt im Unternehmen einzusetzen und so besonders gut zu verinnerlichen. Auch der Arbeitgeber profitiert hier unmittelbar. Die Teilnehmer lernen zudem von ihren KommilitonINNen.